
Zitat des Monats

„Wir leben in einer Welt, in der Beerdigungen wichtiger sind als der Verstorbene, die Ehe wichtiger ist als die Liebe, das Aussehen wichtiger als die Seele. Wir leben in einer Verpackungskultur, die Inhalte verachtet.“
Sir Anthony Hopkins (*1937)
Ferialis

Kurze Vorlesungspause.
Auch wenn mal der Wind stark weht …
Ist die Burschenschaft konservativ?
Ist die Burschenschaft eine konservative Bewegung – oder vielmehr eine revolutionäre?
Die Burschenschaft wurzelt nicht in bloßer Bewahrung, sondern im Streben nach einer Erneuerung. Sie verkörpert weder einen Konservativismus aus Angst oder Resignation noch einen sozialutopischen Revolutionismus. Vielmehr steht sie mit ihren überzeitlichen Werten von Ehre, Freiheit und Vaterland für eine Gegenkultur und Ordnung, die einst zur Erneuerung Deutschlands und Europas beitrug – und dies auch heute und in Zukunft tun kann
.
Der bloß Konservative blickt in die Vergangenheit – wir als Burschenschafter aber glauben an die Zukunft. Diese Bestimmung zu finden, dem eigenen Dasein Sinn zu geben – darin kann die Burschenschaft jungen Menschen eine Orientierung bieten. Nicht, weil sie im landläufigen Sinne konservativ ist, weil ihre Mitglieder Anzüge und bunte Mützen aus dem 19. Jahrhundert tragen, sondern weil sie den Charakter formt, weil sich in ihr der Mut fürs Leben stählt.
Die Burschenschaft ist weder eine konservative noch eine revolutionäre Bewegung, sondern eine fortschrittliche – basierend auf der Vergangenheit mit Blick in die Zukunft.
(siehe auch Dr. Stefan Lakonig, Wiener Burschenschaft Albia in https://burschenschaft.de/epaper12/index.html#26)
Freiheit

Der Grundsatz der Freiheit fordert von jedem Mitglied der Burschenschaft, dass es sich selbst die innere Freiheit des Geistes erwirbt, das heißt, es soll frei werden von Vorurteilen, unabhängig und selbständig im Denken und freimütig und tatkräftig im Vertreten seiner Meinung unter Wahrung der Rechte Andersdenkender.
Die persönliche Freiheit besteht im Recht des Einzelnen, sich frei zu entwickeln, auszubilden und zu handeln, solange dadurch nicht die Freiheit anderer beeinträchtigt wird.
Die politische Freiheit bedeutet die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, die Selbstregierung des Volkes im Rahmen der Verfassung, sowie das Recht jedes Volkes auf seine angestammte Heimat.
Unter akademischer Freiheit versteht die Burschenschaft die Freiheit der Forschung, der Lehre und des Lernens.
Ehre

Der Grundsatz der Ehre fordert von jedem Mitglied der Burschenschaft eine aufrechte Haltung im Denken, Reden und Handeln.
Die Würde und Ehre des Menschen zu achten und zu schützen ist seine Pflicht.
Vaterland

Das Vaterland ist die geistig-kulturelle Gemeinschaft des deutschen Volkes, ohne Berücksichtigung von Staaten und Regierungsformen.
Das Volk ist die Gemeinschaft, die durch gleiche geschichtliche Entwicklung, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche Sprache entstanden ist.
Die Burschenschaft fordert von ihren Mitgliedern das Bekenntnis zum Deutschen Volk.
Das Eintreten für unser Volk bedeutet aber auch die Bereitschaft zur Verteidigung desselben.
Der Erhalt und der Schutz unseres Lebensraumes ist Aufgabe der Burschenschaft.
„Burschen heraus“: Freilich-Sonderheft zur Deutschen Burschenschaft

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